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VL-Sparen über ETF- bzw. Fonds-Sparplan

VL-Sparen über ETF- bzw. Fonds-Sparplan
Was ich von VL-Wertpapiersparen mit Investmentfonds halte

In letzter Zeit werde ich immer mal wieder gefragt: „Herr Walz, was halten Sie vom VL-Wertpapiersparen mit Investmentfonds?

Puuh… eigentlich war ich nicht so überzeugt vom Aufwand-Nutzen-Verhältnis, nachdem ich schon einmal vor ein paar Jahren dazu recherchiert hatte.

Aber vielleicht hat sich das Umfeld seit dem ja geändert? Also habe ich mich mal schlau gemacht, was der Markt derzeit so bietet, Stand Anfang Mai 2022.[1]

 

VL steht für vermögenswirksame Leistungen

Viele Arbeitgeber zahlen ihren Arbeitnehmern sogenannte vermögenswirksame Leistungen, kurz VL. Genau genommen sind nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Soldaten, manche Beamte, Auszubildende usw. anspruchsberechtigt.

Der Arbeitgeberzuschuss kann bis zu 40 Euro oder auch nur 6 Euro pro Monat betragen. Bei meinem Arbeitgeber im öffentlichen Dienst von Rheinland-Pfalz werden z.B. seit 01.01.2012 gar keine vermögenswirksamen Leistungen mehr gewährt. Die Höhe ist im Einzelnen also sehr unterschiedlich und über den Arbeits- bzw. Dienstvertrag geregelt.

Vom Bruttozuschuss des Arbeitgebers gehen Steuern und Sozialabgaben ab. Man kann den Zuschuss durch Eigenleistungen aus dem versteuerten Einkommen selbst noch aufstocken.

Wer mit seinem Einkommen unterhalb bestimmter Grenzen liegt, bekommt vom Staat auf Antrag gegebenenfalls eine zusätzliche Förderung – die sogenannte Arbeitnehmersparzulage. Die Arbeitnehmersparzulage ist nicht steuerpflichtig.

Selbst wer keinen Arbeitgeberzuschuss erhält, kann Teile seines Einkommens vermögenswirksam anlegen, um so den Anspruch auf Arbeitnehmersparzulage zu erlangen.

Grundsätzlich läuft ein VL-Sparvertrag 7 Jahre – 6 Jahre Sparzeit, 1 Jahr Wartefrist.

Der Arbeitgeberzuschuss kann (theoretisch) in verschiedene Sparformen für den Arbeitnehmer eingezahlt werden. Es gibt

  • VL-Fondssparpläne,
  • VL-Banksparpläne,
  • VL-Bausparverträge,
  • Baukredit-Tilgung und
  • noch andere Möglichkeiten.

 

Speziell VL-Sparen über ETF- bzw. Fondssparpläne

In diesem Blogbeitrag geht es ausschließlich um das VL-Wertpapiersparen mit Investmentfonds, also VL-Sparen über ETF- bzw. Fondssparpläne.

 

Weiterführende Quellen

Über VL im Allgemeinen und VL-ETF/Fonds-Sparen im Besonderen können Sie sich tiefergehend hier informieren:

 

Der konkrete Markt derzeit – wichtige Unterscheidung

Letztlich muss man beim VL-Sparen in ETFs oder traditionelle Fonds die verschiedenen Anbieter unterscheiden, und zwar Banken und Vermittler.

 

  • Nur wenige Depotbanken

Es gibt nur wenige Depotbanken als Anbieter, z.B. Ebase, FFB oder DWS.

 

  • Mehrere Vermittler

Zwischen Sie als Kunde und die wenigen Depotbanken schalten sich mehrere Vermittler, z.B. Oskar, finvesto, FondsDISCOUNT, AVL usw. (einige Anbieter finden Sie weiter unten). Bemerkenswert ist , dass deren Angebote sich jedoch letztlich stets auf die immer wieder gleichen, wenigen o.g. Banken beziehen.

So einfach und wenig aufregend ist der Markt also derzeit unterteilt.

Hinzu kommt, dass die meisten bekannten Depotanbieter wie ING-DiBa, DKB, flatex, Scalable Capital kein VL-Sparen bieten. Weder mit ETFs und Fonds, noch mit anderen Produkten. Der Grund liegt wahrscheinlich darin, dass es für sie angesichts der kleinen Sparbeiträge nicht attraktiv genug im Verhältnis zum Aufwand ist.

 

Zwei wichtige Punkte vorab beachten

Wenn Sie sich auf die Suche nach einem konkreten VL-Angebot machen, beachten Sie bitte zwei wichtige Punkte.

 

  • 1.  Monatlicher Mindestsparbeitrag?

VL-Sparen ist generell in Hinblick auf die kleinen Sparbeiträge aufwändig. Daher ist kritisch zu prüfen, ob es sich tatsächlich im einzelnen lohnt. Beim VL-Wertpapiersparen mit Investmentfonds kommt hinzu, dass viele Fondssparpläne einen monatlichen Mindestsparbeitrag von 25 Euro erfordern.

Erreicht der Arbeitgeberzuschuss in Ihrem Fall nicht die 25 Euro, müssten Sie selbst durch Ihren Eigenanteil bis zu diesem Betrag aufstocken. Und zwar aus Ihrem versteuerten und um Sozialversicherungsbeiträge reduzierten Nettogehalt.

 

  • 2.  Doppelte Förderung möglich?

Wenn das zu versteuernde Einkommen unter 20.000 Euro (40.000 Euro bei Ehepaaren) im Jahr liegt, zahlt der Staat zusätzlich zum Arbeitgeberzuschuss 80 Euro (160 Euro bei Ehepaaren) Arbeitnehmersparzulage jährlich dazu.

Trifft das für Sie zu, prüfen Sie also, ob die staatliche Förderung (Arbeitnehmersparzulage) beim Anbieter Ihrer Wahl (Onlinebank oder sonstiger Dienstleister) tatsächlich beantragt werden kann.

Wenn Ihr Einkommen über der Grenze für die Förderung liegt (20.000 Euro zu versteuerndes Einkommen bei Singles, 40.000 Euro bei Verheirateten), entfällt die Arbeitnehmersparzulage ohnehin. VL-Sparen bleibt möglich, aber eben ohne staatliche Förderung.

Ohne diese staatliche Förderung gibt es dann übrigens auch keine Mindestlaufzeit von 7 Jahren – und Sie können den Sparprozess jederzeit ohne Verlust der erhaltenen VL beenden.

 

Vergessen Sie bitte die Kosten nicht!

Bitte vergessen Sie bei allen Überlegungen zu VL die Kosten nicht. Die Angebote zum VL-Wertpapiersparen mit Investmentfonds beinhalten zum Beispiel unterschiedlich hohe Depotgebühren. Manchmal fällt gesondert zum Depotführungsentgelt ein sogenanntes VL-Vertragsentgelt an. Hinzu können Transaktionsentgelte für Kauf, Verkauf bzw. Fondsumschichtung kommen.

Letztlich ist fraglich, ob man z.B. bei unter 7 Euro VL des Arbeitgebers, die man dann noch versteuern und sozialversichern muss, wirklich 2 Euro pro Order und 12 Euro Depotgebühr pro Jahr bezahlen möchte… Außer Spesen nichts gewesen?

 

Hier nun einige Beispiele für Anbieter – Achtung, das sind keine Empfehlungen!  

Im Folgenden habe ich Ihnen von den relativ überschaubaren Möglichkeiten einige herausgepickt. Das sind alles nur Beispiele. Keine Empfehlungen. Ich bekomme – wie immer – weder Provisionen, Kickbacks noch sonst irgendwelche Vergünstigungen. Die Links sind auch keine Affiliate Links oder ähnliches.

Außerdem müssen Sie die konkreten Konditionen (Depotgebühr, Transaktionskosten für die monatliche Sparanlage usw.) selbst nochmals prüfen, da diese sich jederzeit kurzfristig ändern können.

 

Ein Beispiel für einen Vermittler ist „Oskar“.

Logo OSKAR vl-Sparen

Oskar ist ein Service-Dienstleister mit einer App, über die man ein VL-Depot eröffnen kann. Das Depot liegt letztlich bei der Baader Bank und wird dann vom digitalen Vermögensverwalter Scalable Capital verwaltet.

             https://www.oskar.de/vermoegenswirksame-leistungen/

Die Fondsauswahl (also die Fonds, in welche Sie letztlich ansparen können) findet sich ziemlich weit unten auf der Seite.

 

Ein anderes Beispiel für einen Vermittler ist „Finvesto“.

Logo finvesto vl-Sparen

Finvesto ist die eigene Marke der Bank Ebase (European Bank for Financial Services, ebase®).

             https://www.finvesto.de/fonds-etfs/fonds-vl/

Fondsauswahl: https://portal.ebase.com/(e1)/deo-finvesto/deo-finvesto?prid=1294&zuf=financequality&p=1294&eox=w

 

Ein weiteres Beispiel für einen Vermittler ist „FondsDISCOUNT“.

FondsDISCOUNT gehört zur wallstreet:online capital AG und vermittelt Investmentfonds und andere Kapitalanlageprodukte.

             https://www.fondsdiscount.de/fonds/vl-fonds/

Hier kann man für VL zwei verschiedene Banken wählen: FFB oder ebase – das sieht dann so aus:

FondsDISCOUNT Auswahl Angebote VL-Depot

Für das FFB-Angebot beim Vermittler FondsDISCOUNT sehen die Konditionen dann so aus:

              https://www.fondsdiscount.de/depot/bank/fil-fondsbank/

FondsDISCOUNT Auswahl Angebote VL-Depot_FFB

 

Für das ebase-Angebot beim Vermittler FondsDISCOUNT sehen die Konditionen dann so aus:

             https://www.fondsdiscount.de/depot/bank/ebase/

FondsDISCOUNT Auswahl Angebote VL-Depot_ebase

 

Ein weiteres Beispiel für einen Vermittler ist „FondsSuperMarkt“.

             https://www.fonds-super-markt.de/vl-sparen/

Die Fondsauswahl finden Sie auf der Seite weiter unten.

Beim Vermittler FondsSuperMarkt kann man für VL ebenfalls verschiedene Banken wählen: ebase, FFB oder DWS – das sieht dann als VL-Depot-Vergleich so aus:

             https://www.fonds-super-markt.de/konditionen/

FondsSuperMarkt Auswahl Angebote VL-Depot

Für das ebase-Angebot beim Vermittler FondsSuperMarkt sehen die Konditionen dann so aus:

              https://www.fonds-super-markt.de/ebase/

FondsSuperMarkt Auswahl Angebote VL-Depot_ebase

Für das FFB-Angebot beim Vermittler FondsSuperMarkt sehen die Konditionen dann so aus:

             https://www.fonds-super-markt.de/frankfurter-fondsbank/

FondsSuperMarkt Auswahl Angebote VL-Depot_FFB

Für das DWS-Angebot beim Vermittler FondsSuperMarkt sehen die Konditionen dann so aus:

             https://www.fonds-super-markt.de/dws/FondsSuperMarkt Auswahl Angebote VL-Depot_DWS

 

 

Ein weiteres Beispiel für einen Vermittler ist schließlich „AVL“.

Auch hier kann man für VL verschiedene Banken wählen, und zwar FFB, DWS oder ebase – das sieht dann als VL-Depot-Vergleich so aus:

             https://www.avl-investmentfonds.de/depots/depots-im-vergleich/vl-depotsAVL Auswahl Angebote VL-Depot

 

Sie sehen, letztlich gehen die Angebote der diversen Vermittler auf einige wenige Banken zurück.

 

Und was bedeutet das nun konkret für Sie?

 

  • Das Ansparen vermögenswirksamer Leistungen Ihres Arbeitgebers über einen ETF- bzw. Fondssparplan wird auch kurz VL-Wertpapiersparen mit Investmentfonds genannt.
  • VL-Sparen ist im Verhältnis zu den kleinen Sparbeiträgen generell aufwändig und daher kritisch zu prüfen.
  • Für das VL-Wertpapiersparen mit Investmentfonds gibt es derzeit nur ein sehr überschaubares Angebot.
  • Es gibt nur wenige Depotbanken als Anbieter, z.B. Ebase, FFB oder DWS.
  • Es gibt mehrere Vermittler, z.B. Oskar, finvesto, FondsDISCOUNT, AVL , die letztlich ihre Angebote auf die o.g. Banken beziehen.
  • Die meisten bekannten Depotanbieter wie ING-DiBa, DKB, flatex, Scalable Capital bieten kein VL-Sparen (weder mit ETFs und Fonds, noch mit anderen Produkten) an.
  • Zwei Punkte sind bei der Angebotsauswahl besonders zu beachten:
  • Wie hoch ist die monatliche Mindestsparrate des Anbieters? Ist sie höher als Ihr Arbeitgeberzuschuss, müssen sie die Sparrate selbst aufstocken.
  • Wenn Sie Anspruch auf die staatliche Arbeitnehmersparzulage haben, prüfen Sie, ob die staatliche Förderung beim Anbieter Ihrer Wahl (Onlinebank oder sonstiger Dienstleister) tatsächlich beantragt werden kann.

Insgesamt bleibt der kritische Eindruck gegenüber dem VL-Sparen, da das Verhältnis zwischen den kleinen Sparbeiträgen und den dadurch verursachten Kosten für alle Beteiligten einfach objektiv sehr ungünstig ist.

Die Entscheidung meines Arbeitgebers, keine VL mehr zu zahlen, kann ich vor diesem Hintergrund sehr gut nachvollziehen. Der Pfälzer sagt hier: Da ist die Brühe teurer als die Brocken. Gerade wenn es sich bei dem „geschenkten Gaul“ um eine Mini-Zahlung handelt, die mit Eigenleistung aufgestockt werden muss.

 

Damit hoffe ich, Ihnen einen Überblick zum VL-Wertpapiersparen mit Investmentfonds gegeben zu haben, Stand Anfang Mai 2022.

Hat es Ihnen genutzt? Haben Sie noch weitere oder andere Überlegungen oder Erkenntnisse? Dann schreiben Sie einen Kommentar.

Und wenn Sie jemanden kennen, den das VL-Thema interessieren könnte, empfehlen Sie diesen Blogbeitrag weiter.

Herzliche Grüße
Hartmut Walz
Sei kein LeO!

 

[1] Wie immer gilt: Alle Inhalte wurden nach bestem Wissen und mit größter Sorgfalt erstellt. Es wird trotzdem keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen übernommen. Eine Haftung ist ausgeschlossen. Die Inhalte stellen keine konkreten Anlageempfehlungen sowie keine Finanz-, Rechts-, Steuer- oder andere Beratung dar.

 

Erschienen am 06. Mai 2022.
Der Hartmut Walz Finanzblog ist unabhängig, kosten- und werbefrei. Ich erhalte für Links und Empfehlungen keinerlei Honorar, Kick-back, Beteiligung o. ä.

10 Gedanken zu „VL-Sparen über ETF- bzw. Fonds-Sparplan“

  1. Das Grundproblem bei VL werden immer die geringen monatlichen Beträge sein. Wenn dazu Investmentsparen zu aufwändig ist, wie sehen dann sinnvolle Alternativen aus? Der Bausparvertrag wird es mit Sicherheit nicht sein, auch wenn viele genau diese Option in Anspruch nehmen.

    Antworten
    • Lieber Jochen Deecke, ich stimme Ihnen zu, dass Bausparen keine sinnvolle Alternative ist. Und bis auf ganz vereinzelte Bankangebote (oft mit aufgezwungenen Kombi-Produkten) gibt es auch keine anderen sinnvollen Ansparmöglichkeiten. Die Kreditwirtschaft benötigt ganz überwiegend mehr Kreditkunden (also Aktivgeschäft) und weniger Einlagen (also Passivgeschäft).
      Die Politik müsste einfach einsehen, dass das Konzept des Vermögenswirksamen Sparens vor diesem Hintergrund und in einer Nullzinswelt aus der Zeit gefallen ist. Und es aufgeben. Oder zumindest durch eine Alternative ersetzen, die weniger Transaktionskosten bewirkt. Aber das ist ein „frommer Wunsch“, der wahrscheinlich unerfüllt bleibt…
      Herzliche Grüße, Hartmut Walz – Sei kein LeO!

      Antworten
    • Hallo lieber Jochen, hallo Herr Prof. Walz, ich denke das, dass Thema VL längst antiquiert ist. Gleiches gilt für das Thema Wohnungsbauprämie. Hier werden Zuschüsse an Verbraucher gezahlt die auf Grund ihres Einkommens nie werden Eigentum erwerben können. Also bleibt VL für die interessant, die vom Arbeitgeber € 40.- monatlich geschenkt bekommen. Ansonsten ist es insebesondere noch für Azubis interessant, um die jungen Menschen an das Thema grundsätzlich heranzuführen. Aber letzten Endes haben Sie beide natürlich Recht. Um fürs Alter über einen Sparplan Geld zurück zu legen brauche ich nicht den Umweg über den Arbeitgeber zu gehen. Da kann ich ja gleich ein eigenes Depot eröffnen.

      Antworten
  2. Für mich waren als Berufsakademie-Student Vermögenswirksame Leistungen der Einstieg in das Thema Aktienfonds. Schon so gesehen hatte es sich dann gelohnt. Ich habe insgesamt drei Jahre lang 1.470 Euro einbezahlt mit Förderung. Aus Nostalgiegründen habe ich diesen Aktienfonds -Name tut nichts zur Sache- beibehalten (nur nach Ablauf der Sperrfrist auf ein günstigeres Wertpapierdepot übertragen), und es waren zuletzt am 6.Mai 2022 14.785 Euro. Schöne Entwicklung in etwas mehr als 30 Jahren. Ansonsten habe ich heute nur noch ETFs und meide aktiv gemanagte Fonds.

    Man könnte noch das VL-FondsDepot der Comdirect / Commerzbank anführen. Da kann auch in ETFs gespart werden.

    Bei Oskar werden übrigens keine staatlichen Arbeitnehmer-Sparzulagen ausbezahlt. Ist denen wahrscheinlich zu viel Arbeit.

    Antworten
    • Lieber Werner Bareis, haben Sie herzlichen Dank für Ihren hilfreichen Kommentar.

      Einerseits zeigen Sie mit Ihrem eigenen Beispiel die nicht-monetäre Seite auf. Bei Ihnen hat offenbar die VL Ihr „Mindset“ in positiver Weise verändert. Andererseits bleibt natürlich offen, wie häufig das auch bei anderen Menschen so gut funktioniert. Aber bei Ihnen immerhin!

      Ihr Hinweis auf das VL-FondsDepot von Comdirect ist ein weiteres Angebot eines Vermittlers – das letztlich wieder auf Ebase führt. Ich zitiere mal Comdirect: „Das VL-FondsDepot wird bei der ebase GmbH geführt. comdirect tritt lediglich als Anlagevermittler auf.“ Und gebe noch die Webseite an: https://www.comdirect.de/depot/comdirect-vl-fonds-depot.html#Leistungen

      Herzliche Grüße, Hartmut Walz – Sei kein LeO!

      Antworten
  3. Mir ist es den Aufwand auch nicht wert, wegen der paar Euro extra irgendwo ein Depot eröffnen etc…

    Aber die ING hat sehr wohl eine kostenlose Möglichkeit der VL-Anlage, die ich selbst auch nutze.
    https://www.ing.de/sparen-anlegen/sparen/vermoegenswirksame-leistungen/
    Wenn man da eh schon ein Konto hat, ist dies mit ein paar Klicks super einfach eröffnet und man kann das Geld da sammeln. Klar es ist kein Werttpapiersparplan sondern geht eher in Richtung Festgeld und die Rendite ist mit 0,1% quasi nicht vorhanden, aber man kann das zusätzliche Geld mit 10min Aufwand und ohne Gebühren einfach dort 7 Jahre ansammeln lassen und es anschließend in ETFs stecken, oder eben ausgeben^^

    Antworten
    • Liebe/r DerVuk, das ist eben KEIN VL-Sparen über ETF- bzw. Fonds-Sparplan (VL-Wertpapiersparen mit Investmentfonds), was Sie da bei ING-DiBa machen. Das ist einfaches Sparen mit „0,10% Festzinsen p.a.“. Nichts besonderes also. Und das haben noch einige Anbieter mehr im Angebot. Ich habe trotzdem mal den Link zu ING-DiBa in Ihrem Kommentar drin gelassen. Wie Sie selbst sagen: Wertpapiersparen ist das nicht. Nur (aber immerhin) die Mitnahme des Arbeitgeberzuschusses. Danke für den Hinweis.
      Herzliche Grüße, Hartmut Walz – Sei kein LeO!

      Antworten
  4. Das VL-Sparen, mag vielleicht hinsichtlich der geringen Raten und dem Aufwand nicht der große Wurf sein – ganz gleich ob im unaufgeregten Banksparplan oder im ETF-Universum.
    Mitnehmen würde ich diese, wenn möglich trotzdem, vielleicht springt ja nach 7 Jahren eine Woche Pauschalurlaub dabei raus… 🙂

    Das weitaus größere Übel am VL-Sparen sehe ich mittlerweile eher darin, wenn in Tarifverhandlungen zwischen den involvierten Parteien, die VL dann beispielsweise in AVWL (AltersVorsorgeWirksame Leistungen) umbenannt wird und die Auszahlbedingungen für diese m.E. derart nachteilig geändert werden.
    Die AVWL wird dann z.B. nur unter der Bedingung ausgezahlt, das der Arbeitnehmer (m/w/d) diese in eine bAV über Bruttoentgeltumwandlung oder einen Riester einzahlt, ansonsten gibt es eben einfach nichts.
    Diese Rohrkrepierer zur Altersvorsorge wurden hier im Blog schon mehrfach behandelt und bedürfen keines weiteren Kommentars.

    Für mich wirft es eher wieder einmal mehr die (verärgerte) Frage auf, wer hier mit wem erfolgreich Geschäfte auf dem Rücken der Verbraucher macht bzw. wem noch unbedingt Geld besorgt werden muss.

    Freundliche Grüße
    Philipp Hansert

    Antworten
    • Lieber Philipp Hansert, für Ihre kritische Ergänzung in Hinblick auf die Erscheinungsform AVWL (altersvorsorgewirksame Leistungen) danke ich Ihnen! Ein wertvoller Hinweis für viele BlogleserInnen!

      Ihre Verärgerung für diesen „erfolgreichen“ Doppelpass zwischen Finanzdienstleistungslobby und Gesetzgeber kann ich gut verstehen. Es ist überfällig, dass rechtschaffende BürgerInnen, z.B. via Bürgerbewegung Finanzwende e.V. sich gegen so etwas wehren.

      Herzliche Grüße, Hartmut Walz – Sei kein

      Antworten
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Prof. Dr. Hartmut Walz
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