Sind Sparkassen wirklich die guten Banken?
Eine aktuelle Recherche
Sparkassen genießen den Ruf der besonders verbraucherfreundlichen „Bank von nebenan“ – nicht zuletzt profitieren sie offiziell vom guten Image in ihrer Vergangenheit und oftmals von einem privilegierten Zugang zu Bildungseinrichtungen.
Als langjähriger Fellow der Bürgerbewegung Finanzwende e.V. habe ich mir das mal genauer angeschaut.
Hier geht es zum kurzen Video der Recherche-Vorstellung:
Hier geht es zur Finanzwende-Recherche:
Das Ergebnis, leider:
Unter dem Deckmantel von Gemeinwohl und Seriosität verfolgen die Sparkassen mehr denn je eigennützige Renditeinteressen – auf Kosten ihrer Kunden.
Unzulässige Zinsklauseln und eine einseitige Zinspolitik steigern die Gewinne der Sparkassen, gehen aber gleichzeitig voll zulasten der Sparkassenkunden.
Durch den Verkauf verlustreicher Anlageprodukte, wie intransparenter Zertifikate und angeblich „sicherer“ Immobilienfonds verloren Sparkassenkunden viele Millionen Euro.
Hinter der Fassade der „guten Bank von nebenan“ stecken längst enormes Gewinnstreben, extrem hohe Vorstandsgehälter und massive Lobbyaktivitäten. Auch sind die Sparkassen in „Steuergestaltungsmodellen“ wie CumCum und CumEx verwickelt, die den Steuerzahlern schaden.
Wenn Sparkassen so weiter machen, verspielen sie endgültig das Vertrauen, das sie über Generationen hinweg aufgebaut haben.
Bleibt sehr zu hoffen, dass die Sparkassen ihr Geschäftskonzept wieder ihrem öffentlichen Auftrag anpassen – und ein grundlegender Wandel hin zu fairen, kundenorientierten Angeboten erfolgt. Denn die aktuelle Geschäftspolitik schadet massiv dem Gemeinwohl.
Hier geht es zur Finanzwende-Recherche:
Unser Fazit für die Sparkassen lautet leider:
🟥 „Es ist ausgeschlossen, dass die aufgezeigten Defizite bloße Unfälle oder Einzelfälle sind.
🟥 Es sind vielmehr Muster und Strategien mit eindeutigem win-lose Charakter erkennbar.
🟥 Die Sparkassen spielen aktuell ein Gewinner-Verlierer-Spiel zu Lasten ihrer Kunden,
🟥 das zudem droht, langfristig zu einem Verlierer-Verlierer-Spiel (Sowohl die Sparkassen als auch ihre Kunden verlieren) zu werden.“
Link zur vollständigen Recherche:
Sind die Sparkassen wirklich die guten Banken?
Eine Analyse von Prof. Dr. Hartmut Walz und Finanzwende e.V.
Die Bürgerbewegung Finanzwende e.V. kämpft dafür, dass Verbraucherschutz im Finanzsektor nicht nur ein Lippenbekenntnis bleibt, sondern konsequent durchgesetzt wird.
Die Finanzwende-Recherche „Sind die Sparkassen wirklich die Guten?“ hinterfragt kritisch das Image der Sparkassen als verbraucherfreundliche Banken und beleuchtet deren Geschäftsgebaren aus Sicht des Verbraucherschutzes.
Erschienen am 10. Oktober 2025.
Der Hartmut Walz Finanzblog ist unabhängig, kosten- und werbefrei. Ich erhalte für Links und Empfehlungen keinerlei Honorar, Kick-back, Beteiligung o. ä.


Guten Abend,
mein Sparkassenberater hat mir vom Tagesgeldkonto der Sparkasse abgeraten und mich an eine Online Bank verwiesen. Das wollte ich nicht, dann hat er mir einen Geldmarktfonds angeboten, der zu der Zeit 4% Prozent Zinsen gemacht hat. Für längerfristiges Sparen hat er mir ein Weltportfolio aus ETF‘s zusammengestellt. Falls ich dann noch ein bisschen mehr riskieren möchte, hätte er noch auf Themenfonds verwiesen, die in der Vergangenheit alle paar Jahre mal bei 40% gestanden haben. Er meinte, man könnte diese wenn sie so hoch stehen verkaufen und auf das Weltportfolio umschichten. Ansonsten hätte er keine Produkte die im Kundeninteresse wären. Ich war mit der Beratung sehr zufrieden. Also, es gibt noch Hoffnung.
Lieber Mario U., danke für Ihren positiven Einzelfallbericht. Wenn das der Normalfall wäre, hätten wir das Problem nicht. Ich wünsche Ihnen und Ihrem Kundenberater alles Gute und hoffe, dass er mit den strengen Vorgaben seines Vertriebscontrolling klar kommt.
Herzliche Grüße, Hartmut Walz – Sei kein LeO!
Danke für Ihre Arbeit !
Sehr guter Blogeintrag!
Bin der Sparkasse, nachdem ich kein kostenloses Konto mehr haben konnte, auch direkt davongelaufen.
Zum kennen ich aus persönlicher Erfahrung der Beratung für Riesterrente und Fonds.
Das war so dermaßen unseriös für mich damals 2013, dass ich nach über 5 Jahren nur noch weg wollte.
Ich will auch keinem eine positive Erfahrung mit Sparkassen und Volksbanken absprechen, aber jedes mal wenn ich jemanden mit ner Karte von denen sehe, erntet derjenige einen bemitleidenswerten Blick von mir.
Viele Grüße
MarcMitC
Sehr geehrter Prof. Walz,
leider dient das System Sparkasse nur der Bereicherung einiger Weniger — zu Lasten der Kunden und der Integrität der eigenen Mitarbeiter.
Es tut gut, zu sehen, dass diesem System immer mehr Menschen davonlaufen — auch wenn das Tempo wie in Zeitlupe erscheint.
Es gibt Menschen, die noch an das Gute im Sparkassensektor glauben. Super, wenn die durch diese Studie wachgerüttelt werden.
Auch die soziale Ader der Sparkassen wird meist überschätzt: 508 Millionen Euro Spenden in Relation zu 17 Milliarden Euro Gewinnen im Jahr 2023. Das sind mit 3 Prozent geradezu bescheidene Brosamen.
Jeder, der Opfer von Sparkassen-Machenschaften wurde, kann auch die Verwaltungsratmitglieder der örtlichen Sparkasse anschreiben. Das sind in der Regel Lokalpolitiker unterschiedlicher Parteien. Zumindest dessen Vorsitzender, oft ist das der Landrat, lässt sich googeln. Der Verwaltungsrat einer Sparkasse berät den Vorstand und beaufsichtigt dessen Geschäftsführung. Er bestimmt die Richtlinien der Geschäftspolitik. Wäre doch schön, wenn sich über diese Schiene wenigstens kleinere Veränderungen angehen ließen.
Lieber Werner Bareis, danke für Ihren wertvollen Kommentar, der in mehrerlei Hinsicht noch wertvolle Zusatzinformationen liefert.
Ihren Hinweis auf die „bescheidenen Brosamen“ in Höhe von 3% der Gewinne (Bezugsjahr 2023) möchte noch dahingehend ergänzen, dass diese Spenden bzw. Sponsoringleistungen völlig nach Gutsherrrenart und unter dem Aspekt maximaler Öffentlichkeitswirksamkeit verteilt werden. Wenn man das bedenkt, erscheinen diese „milden Gaben“ in einem noch schlechteren Lichte.
Herzliche Grüße, Hartmut Walz – Sei kein LeO!
Lieber Prof. Walz
Ich habe schon lange auf einen Blog Beitrag zum Thema Geschäftsgebahren der Sparkassen gewartet. Wie immer sehr gut recherchiert. Es war Anfang der 2000 er Jahre als ein Wandel vom örtlich gut vernetzten Banker mit individuellen Lösungen für Kunden hin zu vertriebsgetriebenen Verkäufern statt fand.
Mehrere mir damals bekannte Sparkassenmitarbeiter der alten Schule konnten diesen Wandel nur schwer mit ihrem Gewissen vereinbaren, und hofften auf ihren baldigen Ruhestand.
Ich selbst war nahezu 30 Jahre Kunde der Sparkasse. Als ich vor 4 Jahren ein Angebot eines Mitbewerbers für ein Vorwarddarlehens der örtlichen Leiterin
der Sparkasse vorlegte, um ein ähnliches Angebot der Sparkasse zu erhalten, antwortete diese wörtlich: “ Die Sparkasse ist nicht mehr an Ihnen interessiert“
Daraufhin habe ich die Geschäftsbeziehung zur Sparkasse Bamberg abgebrochen.
Natürlich weiß ich, daß meine Erfahrungen mit diesem Kreditinsitut nicht repräsentativ sind, aber Menschen mit wenig oder keiner Finanzbildung Zertifikate zu verkaufen ist moralisch verwerflich oder auch einfach legaler Betrug. Ein anderer Aspekt meiner Kritik an den Sparkassen ist folgender Punkt, dass die Sparkassen ihren Kunden marktübliche Zinsen auf festverzinsliche Anlagen seit 2022 vorenthalten mit der Begründung eines hochrangigen Funktionärs des Sparkassen und Giroverbandes, die Sparkassen hätten in der Nullzinsphase am meisten gelitten.
Man kann jedem vernünftigen Menschen nur raten die Konditionen der einzelnen Banken zu vergleichen und dann seine Entscheidungen zu treffen.
Ich freue mich schon auf Ihren nächsten Blog Beitrag
Seien Sie herzlich gegrüßt
Uwe Schott
Lieber Uwe Schott, Sie sind ganz sicher kein LeO! Und dass die Sparkasse daher „nicht mehr an Ihnen interessiert“ ist, sollten Sie daher verstehen. Nur bitte nicht darüber traurig sein!
Herzliche Grüße, Hartmut Walz – Sei kein LeO!
Sehr geehrter Herr Walz, wieder ein sehr guter Beitrag. Der Sparkasse habe ich schon seit langer Zeit den Rücken gekehrt. Diese sind nicht besser, als andere „Drückerkolonnen“. Provisionsgesteuert. Schlechte Beratung und dann auch noch die Weigerung, unrechtmäßig erhobene Kontogebühren zurückzuerstatten. Mußte ich mir erst erfolgreich per Gericht einfordern. Insofern keinesfalls zu empfehlen. Herzliche Grüße H. Hoppe.
Liebe/r H. Hoppe, danke für Ihre Einschätzung, der ich sachlich nichts hinzuzufügen habe. Humorvoll möchte ich nur anmerken, dass ich hoffe, nun keine Beschwerden von „Drückerkolonnen“ zu erhalten. Nach meinem Vergleich der Lebensversicherer mit Vampiren habe ich heftigen „Druck“ seitens der Vampir-Lobby bekommen (vergleiche den entsprechenden Beitrag in der heuteShow 😉 https://youtu.be/lVb3MaAMqUw?t=153 )
Herzliche Grüße, Hartmut Walz – Sei kein LeO!
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Walz,
es gefällt mir, daß Sie trotz der Ernsthaftigkeit des Thema´s Ihren Humor behalten. Haben die Vampire sich beschwert, daß sie mit Lebensversicherern verglichen wurden? Allen Grund dazu hätten die echten Vampire. Beschwerden von „Drückerkolonnen“ sind nicht zu erwarten, da sie ihren „Roten Brüdern“ (siehe Sparkassen Logo) nicht beistehen werden, weil sie mit ihrem eigenen Image zu kämpfen haben.
„Hugh! Ich habe gesprochen.“
Weiterhin viel Erfolg. Ich freue mich, von Ihnen zu lesen.
Herzliche Grüße, H. Hoppe.
😊
Unser lokale Sparkasse hatte lange Zeit die Tagesgeldzinsen im Bereich von 0,1-0,3%. Aktuell gibt es schon nur erst ab einem Betrag von über 10.000 € überhaupt noch kümmerliche 0,2-0,3% Zinsen. Natürlich wurde die Kontoführungsgebühren von 6-10 € nicht angetastet. Den Verweis auf „wegen alten Krediten kann keine höhere Verzinsung angeboten werden“ fande ich auch nur so halbgar, war das doch bei Festgeld weniger ein Problem, da konnten nämlich deutlich höhere Zinsen, auch wenn i. d. R. schlechter verzinst als eine simple Bundesanleihe, angeboten werden. Und irgendwann hätten auslaufende alte Kredite, neu vergebene höher verzinste Kredite + die Zuflüsse an neuen Einlagen dafür sorgen müssen, dass diese Ausrede weniger gelten sollte.
Ein „lieber andere, besser rentierliche Produkte verwenden“ ist natürlich ebenfalls drollig. Ein marktgerecht verzinstes Tagesgeldkonto als quasi unnötig hinzustellen, so dass der Kunde zwangsweise ein Verkaufsgespräch führen muss.
Beim Thema Klagen gab es dann auch noch die Fälle mit dem Kontoentgelten bei der Bausparern der LBS, auch dort verschiedene Urteile bis zu Oberlandesgerichten. Auch hier großteils zu Ungunsten der LBS.
Bei meinen Eltern, diese wären etwas älter und leider (nur bei Finanzthemen natürlich :)) auch eher doof, habe ich dann für passende Zinsen und Rendite sorgen können. Die wären sonst sicherlich ein gefundenes Fressen gewesen für den Sparkassenvertriebler.
Liebe/r Leo, vielen herzlichen Dank für Ihren Erfahrungsbericht, der natürlich „nur einen Einzelfall“ widergibt… Wie so viele tausende andere „Einzelfälle“.
Herzliche Grüße, Hartmut Walz – Sei kein LeO! (Sorry, nehmen Sie meinen Slogan nicht persönlich 😉)
Sehr geehrter Herr Professor Walz, haben Sie vielen Dank für Ihre mannigfaltigen tiefgreifenden Recherchen.
Meine Eltern haben als jahrzehntelange Kunden mit Finanzierungen von MFH´s 1974 unter Vermittlung der LBS mehrere Eigentumswohnungen gekauft in der Gewißheit, dass die Sparkassenfinanzierung dann auch zustandekommt. Dem war nicht so. Als Finanzierung blieb nur eine Kapitallebensversicherung auf das Leben eines älteren Geschwisters. Nur so konnten die ETW´s erworben werden.
Vertrauen in Sparkassen, deren Jahresgehälter der Vorstände die von Bundeskanzlern in den Schatten stellen ? Bei mir nicht. Allenfalls als „Beimischung“ zu anderen Geldinstituten.
Viele Grüße
Liebe/r anonym, danke für den Erfahrungsbericht Ihrer Eltern. Die Überlegung mit der „Beimischung“ finde ich bemerkenswert. In meinen anderen Blogbeiträgen empfehle ich jedoch, auf „Beimischungen“ zu verzichten, die dem Kern (Core) qualitativ nicht entsprechen 😉
Herzliche Grüße, Hartmut Walz – Sei kein LeO!
Zwei Dinge sind mir persönlich bei dem Thema „Sparkasse“ sauer aufgestoßen.
Da ist zunächst das Thema der unzulässigen Zins- und Gebührenklauseln. Hier hat die örtliche Sparkasse mir (und sicher vielen anderen Kunden) – obwohl längst gerichtlich als unzuzässig erachtet – beharrlich gewisse Gebühren in Rechnung gestellt. Ich war erst zufällig auf das Thema aufmerksam geworden und hatte bis dahin angenommen, dass „die Bank von nebenan“ sich selbstverständlich aus eigenem Antrieb rechtschaffend verhält. Das jedoch war ein Irrtum. Es wurden nicht nur in der Vergangenheit zu unrecht erhobene Gebühren nicht erstattet, sondern es wurden auch immer weiter die unzulässigen Gebühren kassiert. Auf meine Intervention machte man mir das „Angebot“ innerhalb der gesetzlichen Verjährungsfrist einen Teil der vereinnahmten Gebühren zu erstatten. Ansonsten wurde ich auf den Rechtsweg verwiesen.
Das zweite Thema betrifft die Vorstandsgehälter etc. Hier wird erstaunlich flexibel argumentiert. Wenn es um die Bezüge in der „Arbeitsphase“ geht, vergleicht man sich selbstredend mit dem privaten Bankgewerbe und erläutert mühelos eine angebliche marktgerechte Angemessenheit. Interessant wird es, wenn es um die Versorgungsansprüche geht. Bei diesem Thema sieht man sich vom Versorgungssystem her aber sofort in der Nähe einer beamtenrechtlichen Vergleichbarkeit, schließlich ist man als Sparkasse ja irgendwie auch kommunal. Im Ergebnis also: aus beiden Welten nur das Beste, eine Gesamtbewertung beider Säulen wird selbstredend nicht angestellt.
Liebe/r Dixie, herzlichen Dank für Ihre persönliche Einschätzung. So gerne würde ich Ihnen widersprechen, wenn ich nur könnte…!
Herzliche Grüße, Hartmut Walz – Sei kein LeO!
Ich bin Leidtragender dieser Misere. Vor ca. 10 Jahren wurde mir ein offener Immobilienfonds angepriesen, sicher, stetige Verzinsung … damals noch LeO bin ich drauf reingefallen. Zum Glück für mich nur mit einem mittleren 4 stelligen Betrag. Man kann ja überall nachlesen, wie diese sich entwickelt haben, richtig schlecht. Schlechter als Festgeld, bei mir sogar schlechter als das Geld auf dem Tagesgeldkonto. Ich habe den Fonds jetzt vor ein paar Monaten verkauft. Was ich nicht mehr im Kopf hatte war, dass ich das Geld aus dem Verkauf erst in 12 Monaten bekomme. Sprich, ich bekomme weniger zurück als ich vor 10 Jahren investiert habe und muss dafür auch noch auf Zinsen/Dividenden für die nächsten 12 Monate verzichten. So sieht Vertrauen (oder eigene Dummheit) in den netten Berater der Sparkasse aus.
Ich bin ein Beispiel dafür, was Banken und Sparkassen mit gutgläubigen Kunden machen. Mit fällt leider kein anderer Ausdruck ein als „über den Tisch ziehen“. Ich weiss, dass ich daran auch selbst Schuld bin, ich hätte mich vorher kundig machen können aber ich vertraute auf den Berater, dass er das Beste für mich im Sinn hat.
Schlimmer finde ich allerdings, dass die Sparkassen jetzt Finanzbildung weitergeben sollen. Was soll denn da gelehrt werden ? Die können ja nicht das eigene Geschäft lahmlegen, indem zukünftig breitgestreute ETFs empfohlen werden und nicht die Fonds der Hausmarke. Das ist ähnlich wie wenn ein Zigarettenhersteller damit wirbt, dass Tabak doch nicht gesundheitsschädlich ist.
Bitte machen Sie genau so weiter. Benennen Sie Missstände klar und deutlich. Nur so haben wir eine Chance, dass sich zumindest bei manchen Personen etwas verändern kann.
Mit freundlichen Grüßen
AN
Liebe/r AN, ich stimme Ihnen voll zu und sehe es vor allem als gefährlich an, dass Sparkassen mit Hilfe interessengesteuerter „Finanzbildung“ den Bock zum Gärtner machen. Schauen Sie mal hier:
https://hartmutwalz.de/finanzmissbildung/
Herzliche Grüße, Hartmut Walz – Sei kein LeO!
Bei Hypothekendarlehen unschlagbare Konditionen, weil einen die Personen vor Ort besser einschätzen können als jemand in der Ferne. In allen anderen Dingen ist es aber wirklich sehr schwierig und sehr teuer.
Wegen der Zinsanpassung Klauseln bei alten Prämien Sparverträgen habe ich mal ein Schiedsgerichtsverfahren vor dem Ombudsmann der Sparkasse durchlaufen (es war nicht die Sparkasse vor Ort). Da wurde man wirklich behandelt wie der letzte kleine Depp. Der „Schaden“ ist zu gering um den Klageweg zu beschreiten, sonst würde ich es machen.
FG
H.
Liebe/r H., Ihr Argument, dass der Schaden zu gering ist, um den Klageweg zu beschreiten, höre ich oft. Aus individueller Sicht völlig verständlich und nachvollziehbar. Aus Sicht der Sparkassen natürlich ein Fehlanreiz, der zum Teil des Geschäftsmodells werden kann 🙁
Herzliche Grüße, Hartmut Walz – Sei kein LeO!
Hallo Herr Prof. Walz,
grundsätzlich haben Sie da sicherlich Recht. Aber muss natürlich als Verbraucher mit begrenzten Mitteln abwägen, ob es Sinn macht, für einen mittleren dreistelligen Schaden einen mittleren vierstelligen Betrag an Prozesskosten zu riskieren.
Mir war das Risiko zu groß.
Man darf auch nicht glauben, dass ein solcher Prozess ein Spaziergang wird. Ich habe vor einigen Jahren Erfahrungen mit dem sogenannten Widerrufsjoker bei Hypothekendarlehen gesammelt. Das galt einschlägigen Verbraucherschutzmagazinen zufolge als relativ risikolos. Bei mir lief es völlig anders als dort prognostiziert. Nach 3 Jahren und 2 Instanzen konnte ich zum Glück einen Vergleich schließen. Zwar hat es sich wirklich gelohnt, es war aber auch sehr viel Arbeit (die Argumente muss man selbst liefern, das nimmt einem der Anwalt nicht ab). Zwischenzeitlich habe ich erhebliche Mengen Wasser und Blut geschwitzt, weil sich das Blatt zu meinen Ungunsten gewendet hatte. Es war ausgesprochen strapazierend, das Geld war sehr sauer verdient.
Insofern würde ich den Rechtsweg nur beschreiten, wenn im Erfolgsfall eine deutlich spürbare Summe in Aussicht steht.
FG
H.
Liebe/r H., das tut mir leid, dass Sie so schlimme Erfahrungen gemacht haben. Zum Klagen möchte ich auch nicht raten oder geraten haben. Obwohl es zum empörenden Geschäftsmodell einiger Finanzdienstleister zu gehören scheint, dass deren Kunden klagen müssten, um an ihr Recht zu gelangen – und dies nicht machen.
Hingewiesen sei noch auf die Möglichkeiten Musterfeststellungsklage und Abhilfeklage (eine Form der Verbandsklage) für Verbraucher:
https://hartmutwalz.de/verbandsklage/
Herzliche Grüße, Hartmut Walz – Sei kein LeO!
Als Sparkassen Kunde seit Kindestagen kam für mich nach der Great Recession 2008/2009 im Jahr 2010 der endgültige Wechsel, weg von der Sparkasse. Grund: Der Sparkassen Berater bot meiner Großmutter „grundsolide uns sichere Zertifikate“ als Investment an; da waren die Ereignisse um Lehman gerade mal ein Jahr her.
Danke für ihre Recherche. Sie bestätigt meine seit 15 Jahren bestehende Wahrnehmung des Systems Sparkasse.
Lieber Aussteiger, danke für Ihren Erfahrungsbericht, der leider mit vielen anderen Rückmeldungen an mich übereinstimmt.
Herzliche Grüße, Hartmut Walz – Sei kein LeO!